Glossar Capital Architecture · kanonische Begriffe

Die benannten Instrumente. Hier definiert.

Sechs kanonische Definitionen für die Disziplin der Capital Architecture. Jeder Begriff benennt eine Bewegung, die Praktiker:innen ohnehin ausführen. Die Benennung macht sie übertragbar.

CACapital Architecture

Die Disziplin der Kapitalstrukturierung, wo Marktvorlagen noch nicht existieren. Vehikel, Mandate, Sicherheitenrahmen, Waterfall-Mechanik und Co-Investment-Architekturen für Probleme, die der Markt noch nicht zu finanzieren gelernt hat. Steht neben — nicht in — Impact Finance, Blended Finance und generalistischer Beratung. Eine eigene Disziplin mit eigener Methodik.

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CCFCreative Capital Formation

Die aktive Praxis von Capital Architecture. Architektur ist das Substantiv — welche Form die Struktur annimmt. Creative Capital Formation ist das Verb — wie die Struktur tatsächlich zusammengefügt, geschlossen und über Jahre gehalten wird.

MCMandate Cartography

Die systematische Kartierung des Mandats eines Allokators gegen die Struktur einer Opportunität, bevor Instrumente benannt sind. Vier operative Fragen: Policy-Boundary, Risk-Grid-Zelle, Liability-Profil, Entscheidungsautorität und Kadenz. Die Karte ist die Struktur.

MMMobilisation Multiplier

Das Verhältnis von kommerziellem Kapital, das bei Financial Close eingesetzt wird, zu konzessionärem Kapital, das gebunden wurde. Berechnet beim Close, nicht bei Intent.

MnCMinimum Concessionality

Die Disziplin, die kleinste Schicht konzessionären Kapitals einzusetzen, die nötig ist, um eine Struktur investierbar zu machen. Drei Tests: Notwendigkeit, Sizing, Form.

MRAMandate Readiness Assessment

Eine Diagnose, die offenlegt, ob das Mandat, die Governance und die Instrumentenarchitektur eines Allokators für eine gegebene These ausgerichtet sind — bevor ein Vehikel aufgesetzt wird.